{"id":919,"date":"2019-09-18T18:14:48","date_gmt":"2019-09-18T18:14:48","guid":{"rendered":"http:\/\/von-der-gehlenbieke.com\/?page_id=919"},"modified":"2019-09-18T18:14:48","modified_gmt":"2019-09-18T18:14:48","slug":"muessen-rassekatzen-eigentlich-so-teuer-sein","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/von-der-gehlenbieke.com\/?page_id=919","title":{"rendered":"M\u00fcssen Rassekatzen eigentlich so teuer sein ?"},"content":{"rendered":"\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>Diese Frage mag sich vielen Katzenliebhabern stellen, die sich zum Kauf einer Rassekatze entschlie\u00dfen. Inspiriert durch den Besuch einer Rassekatzen-Ausstellung oder durch einen Artikel in einer Katzenzeitschrift, kommt bei vielen der Wunsch auf, auch eines dieser sch\u00f6nen Tiere zu besitzen. Eifrig werden die Kleinanzeigen im Tiermarkt oder in g\u00e4ngigen Katzenzeitschriften gew\u00e4lzt oder es wird bei einem Verband direkt nach Jungtieren angefragt.<br><br>Schnell k\u00f6nnen sich Unmut und Entt\u00e4uschung breit machen angesichts der, so scheint es, horrenden Preisvorstellungen der Z\u00fcchter. Und so mancher wird sich fragen, wieso er viele hundert EURO f\u00fcr ein sogenanntes Liebhabertier hinlegen soll, wo er doch weder z\u00fcchten noch ausstellen will und der Stammbaum letztendlich in der Ablage verstauben wird. Schnell ist man sich einig, dass Z\u00fcchter wohl unheimlich geldgierig sein m\u00fcssen und sich an ihren Jungtieren eine goldene Nase verdienen. Aber zum Gl\u00fcck gibt es da ja auch noch zahlreiche &#8222;Z\u00fcchter&#8220;, die ihre Tiere zu Niedrigpreisen unter die Leute bringen. Deren Tiere haben auch einen Stammbaum, kosten aber oft nur halb so viel wie die Katzen eines unserem Verband angeschlossenen Z\u00fcchters.<br><br>Was steckt hinter solchen eklatanten Preisunterschieden?<br><br>Eine artgerechte Haltung und Aufzucht von Tieren hat ihren Preis. Daher muss bei Billigangeboten grunds\u00e4tzlich davon ausgegangen werden, dass Schleuderpreise nur m\u00f6glich sind, weil Elterntiere wie Welpen sie teuer mit ihrer physischen und psychischen Gesundheit bezahlen.<br><br>Bei diesen bedauernswerten Tieren handelt es sich oft um &#8222;Produkte&#8220; aus Massenzuchten, die einzig Vermehrung und Verkauf zum Ziel haben. Die Muttertiere werden durch zu fr\u00fche und viel zu h\u00e4ufige Bedeckung schamlos ausgebeutet, bis sie geschw\u00e4cht und ausgemergelt sterben, bei der Verpaarung der Elterntiere finden Gesundheit, Qualit\u00e4t und Charakter keine Beachtung und von einer medizinischen Grundversorgung der Tiere kann nicht ausgegangen werden. Sie k\u00e4me zu teuer. Dar\u00fcber hinaus werden die Welpen oft viel zu fr\u00fch (vor der 13. Lebenswoche) abgegeben &#8211; so kann das Muttertier gleich wieder gedeckt werden. Dass Jungtiere, die unter solchen Umst\u00e4nden gezeugt und aufgezogen werden, meist krank und schwach sind, kann sich selbst ein Laie denken.<br><br>Falls das Kleine die ersten Wochen bei seinem neuen Besitzer \u00fcberlebt, kommen auf diesen oft horrende Tierarztkosten zu, die den Betrag, den ein Z\u00fcchter unseres Verbandes f\u00fcr eines seiner Jungtiere verlangt h\u00e4tte, bei weitem \u00fcbersteigen. Unter Umst\u00e4nden werden solche Tiere nie ganz gesund, was nicht nur teuer ist, sondern auch viel Kummer f\u00fcr den einzelnen bedeutet.<br><br>Alle Z\u00fcchter, die dem 1. DEKZV e.V. angeh\u00f6ren, unterliegen unseren Zuchtrichtlinien, die eng am Tierschutzgesetz ausgerichtet sind. Sie regeln ebenso das Mindestalter f\u00fcr die Erstdeckung des Muttertieres und die H\u00e4ufigkeit der zugelassenen Deckungen, wie die medizinische Versorgung (Impfungen, Wurmkuren) und das fr\u00fchestm\u00f6gliche Abgabealter der Jungtiere. Hierdurch sind optimale Bedingungen gew\u00e4hrleistet, aus denen gesunde und psychisch stabile Tiere hervorgehen.<br><br>Sp\u00e4testens an dieser Stelle m\u00fcsste klar sein, dass ein artgerechter und verantwortungsvoller Umgang mit Tieren seinen Preis hat. Verlangt einer unserer Z\u00fcchter nun einige hundert EURO f\u00fcr sein Jungtier, so hat er mit diesem Betrag oft nur knapp die Kosten gedeckt, die er bisher f\u00fcr das kleine K\u00e4tzchen hat aufbringen m\u00fcssen: Angefangen bei den Deckkatergeb\u00fchren, \u00fcber die medizinische Versorgung von Muttertier und Kleinen, bis hin zum qualitativ hochstehenden Futter, das eine optimale Grundversorgung gew\u00e4hrleistet. Krankheiten nicht mitgerechnet, vor denen auch ein noch so verantwortungsbewusster Z\u00fcchter nicht gefeit ist. Ein Gesch\u00e4ft ist mit dem Verkauf der Tiere daher kaum zu machen!<br><br>Werden Jungtiere zu auffallend g\u00fcnstigen Preisen angeboten, so ist davon auszugehen, dass dies nur m\u00f6glich ist, indem ihre k\u00f6rperlichen und seelischen Bed\u00fcrfnisse grob missachtet wurden.<br><br>Nur wer billig produziert, kann auch billig verkaufen!<br><br>Den Preis zahlen in erster Linie die Tiere! Aber auch die neuen Besitzer kommen in den seltensten F\u00e4llen preisg\u00fcnstig davon. Die einzigen, die zufrieden aus dem Gesch\u00e4ft hervorgehen, sind skrupellose Gesch\u00e4ftemacher, die durch den Verkauf nicht nur profitierten, sondern auch Platz f\u00fcr neue Ware geschaffen haben.<\/td><\/tr><tr><td><\/td><\/tr><tr><td>\u00a0<br><a href=\"http:\/\/von-der-gehlenbieke.com\/?page_id=910\">zur\u00fcck zur \u00dcbersicht<\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Frage mag sich vielen Katzenliebhabern stellen, die sich zum Kauf einer Rassekatze entschlie\u00dfen. 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